Weinzitat

Der Wein ist ein vortrefflich Ding, Die Weiber achten's leider zu gering und haben's nicht bedacht. Er stärket den Mut, Bewegt das Herz in frischer Glut Er stärket den Mut, bewegt das Herz bei Tage und bei Nacht!
(Wilhelm Busch, 1832-1908)
Blauer SpätburgunderBlauer Spätburgunder
Die Rotweinsorte Blauer Spätburgunder stammt, wie der Name sagt, aus Burgund. Dort führt sie den Namen "Pinot noir". Sie ist seit der spätrömischen Zeit dokumentiert. Ihr Anbau wird für das 4. Jh. angenommen.
Der Blaue Spätburgunder gilt mit seinen vielen Varianten als Stammform zahlreicher wertvoller Burgunder-Sorten (wie z.B. Grauer Burgunder (Ruländer), Weißer Burgunder, Schwarzriesling, Samtrot, St. Laurent, Frühburgunder, Auxerrois und Morillon). Als Ursprungsgebiet der Pinot-(Burgunder-)Sorten nimmt der russische Forscher Negrul - wie für die meisten kleinbeerigen Rotweinsorten - das Niltal und als Ausgangsrebe die Vitis vinifera occiden­talis an.
Der Blaue Spätburgunder braucht gute Lagen und warme, kräftige, ausreichend feuchte Böden. Deshalb gedeiht er besonders gut auf dem Tuniberger Löss. Die Reifezeit ist mittel bis spät.
Die dunkelblauen Trauben enthalten den roten Farbstoff in den Beerenschalen. Der Saft ist kaum gefärbt.
Grundsätzlich kann man folgende Weinarten mit dieser Sorte gewinnen:
Weißherbst oder Rosé entsteht durch die so genannte "Weißkelterung". In diesem Fall werden die blauen Trauben wie bei der Weißwein-Bereitung abgepresst und der helle Saft ohne Schalenkontakt vergoren.
Rubinfarbene bis dunkelrote Rotweine mit der fruchtigen Herbe und den feinen Kirsch- und Brombeer-Aromen erhält man hingegen, wenn die Maische, d.h. Saft und Beerenschalen, gemeinsam vergoren werden und so die Farbe aus den Schalen gelöst wird. Danach wird die vergorene Maische abgepresst. Von der Kelter läuft dann junger Rotwein.
Die Weine eignen sich zur Begleitung zahlreicher Speisen. Sie gehören zu den am teuersten gehandelten Weinen weltweit.