Weinzitat

Der Wein ist ein vortrefflich Ding, Die Weiber achten's leider zu gering und haben's nicht bedacht. Er stärket den Mut, Bewegt das Herz in frischer Glut Er stärket den Mut, bewegt das Herz bei Tage und bei Nacht!
(Wilhelm Busch, 1832-1908)
Der Tuniberg - Löss-Schichten auf KalkgesteinDer Tuniberg - Löss-Schichten auf Kalkgestein
Der Tuniberg besteht in seinem geologischen Unterbau aus dem gleichen Kalkgestein, das auch weiter südlich im schweizerischen Jura und am Schönberg zwischen Freiburg und Ebringen, dem historisch ältesten belegten Weinbauort Badens, zu finden ist.
Der Gesteinsblock hier zu Füßen dieses Schildes ist aus dem Tuniberg-Kalkstein gebrochen worden. Dieser Kalkstein tritt jedoch nur an wenigen Stellen zu Tage, so z.B. unterhalb der Erentrudis-Kapelle nicht weit von hier und auf der Westseite bei Niederrimsingen. Ansonsten ist das Kalk-Urgestein durch mächtige, bis zu 40 m starke Löss-Schichten verdeckt.
Diese Löss-Schichten entstanden in erdgeschichtlich relativ junger Zeit, nämlich in den Zwischen-Eiszeiten vor "nur" etwa 10.000 bis 20.000 Jahren. Die zurückweichenden Gletscher hatten das Alpenvorland vegetationsfrei und damit ungeschützt hinterlassen. Heftige Winde haben dort den Feinboden - insbesondere den Schluff (Mineralkörner mit Durchmessern von 0,002 -- 0,063 mm), ausgeblasen und an den Hängen und Hügeln des Oberrheintales abgelagert.
Der Löss zeichnet sich durch einen hohen Anteil von Calciumcarbonat und eine optimale Zusammensetzung aus. Lössböden haben ein hohes Wasserspeicher-Vermögen, gleichzeitig aber auch eine gute Durchlüftung und einen günstigen Wärme­haushalt. Sie können deshalb von den Rebwurzeln tief durchdrungen werden und den Rebstock gerade in heißen und sehr trockenen Perioden optimal mit Wasser versorgen.