Weinzitat

Er kennt mehr Genüsse als irgendein Mann, den ich je getroffen habe. Er denkt aus Sinnlichkeit. Zu einem alten Wein und einem neuen Gedanken könnte er nicht nein sagen.
(Der Papst über Galileo Galilei in Bertolt Brechts "Das Leben des Galilei", 12. Szene)

Weißer BurgunderWeißer Burgunder
Der Name verrät auch hier die ursprüngliche Herkunft der Sorte. In Burgund wird sie als "Pinot blanc" bezeichnet. Die Beeren verfärben bei beginnender Reifung grüngelb und später goldgelb.

Der Weiße Burgunder entstand aus dem Blauen Spätburgunder oder dem Grauen Burgunder durch eine Farbverlust-Mutation (Mutation = zufällige, sprunghafte Veränderung des Erbgutes).
Der Weiße Burgunder braucht, wie die anderen Reben der Burgundergruppe, gute Lagen und warme, kräftige und ausreichend feuchte Böden.
Am Tuniberg war diese Sorte früher weniger verbreitet. In den zurückliegenden Jahren wurde der Anbau jedoch forciert. Ein Anteil von 7-10% der Fläche ist die heutige Zielvorgabe.
Die Weine sind meist etwas schlanker und damit eleganter und rassiger als die des Grauen Burgunders. Sie eignen sich besonders für den Ausbau als trockene Weine. In dieser Geschmacksrichtung passen sie in ihrer dezenten, fülligen und saftigen, aber dennoch rassigen Art zu vielen Gerichten.
In den badischen Kellereien dienen Weine des Weißen Burgunders vielfach auch als Grundweine für Sekte der gehobenen Kategorie.