Weinzitat

In vino veritas - Im Wein ist Wahrheit.
(Alkäus, griech. Lyriker von der Insel Lesbos, 600 v.Chr.)

Müller-ThurgauMüller-Thurgau (Zweitname: Rivaner)
Die Weißweinsorte Müller-Thurgau blickt nicht wie die meisten anderen Rebsorten auf eine jahrhundertelange Tradition zurück. Sie wurde 1882 an der damaligen königlich-preußischen Weinbauanstalt in Geisenheim am Rhein durch Kreuzungszüchtung geschaffen.

Lange Zeit galten Riesling und Silvaner als die Elternsorten. Durch Gen-Analyse wurde die Sorte inzwischen als Kreuzung von Riesling und Madeleine Royale erkannt.

Benannt ist sie nach ihrem Züchter: Prof. Dr. Hermann Müller-Thurgau. Der Schweizer wurde 1876 in den Dienst der preußischen Weinbauforschung berufen und legte sich dort den Namen seines heimatlichen Kantons als Zweitnamen zu.
Die Müller-Thurgau-Rebe begnügt sich aufgrund ihrer frühen Reife mit mittelwarmen Lagen, braucht jedoch tiefgründige Böden, wie sie auf dem Tuniberger Löss zu finden sind.
Weitere Eigenschaften:
Gute, sichere Erträge; große lockere Trauben mit grüngelben bis goldgelben Beeren; Zuckergehalt: 78 bis 95°Oe.
Der Wein ist fruchtig, saftig, leicht, mild und blumig mit angenehmem, dezentem Muskatbukett. Es ist der Vierteles- und Vesperwein für den alltäglichen Genuss.
Seit einigen Jahren wird in Munzingen unter der Bezeichnung Rivaner ein Müller-Thurgau trocken angeboten. Früh am Morgen gelesen, die Trauben noch von der Nacht sehr kalt, werden sie sofort im Keller gepresst. Durch die Kühle des Mostes beginnt die Gährung sehr verhalten und unter fortwährender, ununterbrochener Kühlung entsteht nach der doppelten bis dreifachen Gärzeit ein besonders intensiver, fruchtiger Wein: der ideale Sommerwein Munzinger Rivaner.