Weinzitat

Wer als Wein- und Weiberhasser jedermann im Wege steht, der esse Brot und trinke Wasser bis er daran zugrunde geht.
(Wilhelm Busch, 1832-1908)
Die Geschichte des Weinbaus in MunzingenDie Geschichte des Weinbaus in Munzingen
Im Jahr 845 Erste Erwähnung des Ortes "Munzinga". Der Ort geht als Schenkung an das Kloster St. Stephan in Straßburg.
1277 Erster urkundlicher Nachweis des Weinbaus in Akten des Heilig-Geist-Spitals in Freiburg. Das Spital besaß in Munzingen Rebgelände.
Im 14. Jh. Nachweislich Rebkultur im altrömischen Kammertbau, d.h. Triebe werden an senkrechten Pfählen und waagrechten Stangen fixiert. Ein 1977 bei Bauarbeiten gefundenes römisches Rebmesser zeugt vom damals schon betriebenen Weinbau auf Munzinger Boden.
1618 bis 1648 Dreißigjähriger Krieg - Schwere Verwüstungen werden in einem Klagebrief der Äbtissin des Klosters Günterstal beschrieben: Söldnerhorden quälten Winzer zu Tode, soffen die Fässer leer, trampelten die Reben nieder und verwendeten die Rebpfähle fürs Lagerfeuer.
Erstes Drittel des vergangenen 20. Jh.s Verheerende Schäden durch die um 1850 eingeschleppte Reblaus und die beiden Mehltaukrankheiten aus Nordamerika. Sie führten - verstärkt durch die damaligen katastrophalen Weinpreise - zu einem starken Rückgang der Rebbestände zwischen 1910 und 1935.
1947 Gründung der "Rebenveredlungsanstalt Munzingen". Aufgabe: Herstellung von Pfropfreben-Setzlingen mit reblausfesten, amerikanischen Wurzelunterlagen.
1952 Gründung einer Rebenaufbau-Genossenschaft, aus der 1954 die Winzergenossenschaft hervorgeht.
1953 bis 1968 Neuordnung und Erschließung der Rebgemarkung in mehreren Flurbereinigungen.
1972 Bau der Trauben-Erfassungsstation der Winzergenossenschaft Munzingen.
1976 Erweiterung der Erfassungstation.
1980 bis 1994 Mehrere Mitglieder der Winzergenossenschaft gründen ein eigenes Weingut.
1990 Umfirmierung der "Winzergenossenschaft Munzingen" in den "Winzerverein Munzingen" und Beginn der Eigenvermarktung von Weinen des Winzervereins.