Weinzitat

Wer als Wein- und Weiberhasser jedermann im Wege steht, der esse Brot und trinke Wasser bis er daran zugrunde geht.
(Wilhelm Busch, 1832-1908)
Der WeinlehrpfadDer Weinlehrpfad
Auf einem angenehmen Rundkurs durch die Munzinger Reben führt der Weinlehrpfad an mehrere Stationen.
Insgesamt 16 Tafeln erläutern Wissenswertes und Interessantes rund um den Wein und seinen Anbau.

Die Geschichte des Weinbaus in MunzingenDie Geschichte des Weinbaus in Munzingen
Im Jahr 845 Erste Erwähnung des Ortes "Munzinga". Der Ort geht als Schenkung an das Kloster St. Stephan in Straßburg.
1277 Erster urkundlicher Nachweis des Weinbaus in Akten des Heilig-Geist-Spitals in Freiburg. Das Spital besaß in Munzingen Rebgelände.

Weinbau im Einklang mit Natur und Umwelt
Weinbau im Einklang mit Natur und Umwelt
Unsere Munzinger Winzer - initiiert durch ein Pilot­projekt des Winzerkreises Munzingen - waren bei den ersten, die sich die Konzepte des ökologisch orientierten, umweltschonenden Weinbaus zu Eigen gemacht und sie gemeinsam realisiert haben.

Die Arbeit des WinzersDie Arbeit des Winzers
400 bis 500 Arbeitsstunden muss der Winzer jährlich für die Bewirtschaftung von einem Hektar Rebland investieren.
(1 Hektar = 10.000 m2 mit ca. 4.200 Rebstöcken liefert zwischen 4.000 und 9.000 Liter je nach Zielvorgabe und Vegetation).

Die Geschichte der WeinkulturDie Geschichte der Weinkultur
Der Ursprung des Weinbaus und der Weinbereitung liegt in den alten vorderasiatischen Hochkulturen. Historische Funde brachten eine schätzungsweise 8.000 Jahre alte Traubenpresse in einem Hügelgrab bei Damaskus und 36 tönerne Amphoren mit eingetrockneten Weinresten in den Gräbern altägyptischer Pharaonen zu Tage.

ChardonnayChardonnay
Die Chardonnay-Rebe ist ursprünglich in Burgund beheimatet. Sie ist jedoch nicht identisch mit der Sorte, die wir in Deutschland als "Weißer Burgunder" kennen. Chardonnay lässt sich anhand eindeutiger Blatt-Merkmale vom Weißen Burgunder unterscheiden und wurde auf dem Weinbaukongress 1872 als eigenständige Sorte registriert.

GewürztraminerGewürztraminer
Diese Rebe wurde schon vor über tausend Jahren im heutigen Südtirol erwähnt. Der Name leitet sich von der dortigen Gemeinde Tramin ab. Bereits im Mittelalter wurde der Gewürztraminer-Wein in Gesängen und Dichtungen als besonders köstlicher Wein gepriesen.

Die Güte des WeinesDie Güte des Weines, des Standortes und der Lage
Die Güte des Weines wird geprägt von der Rebsorte, vom Boden und vom Kleinklima des Weinberges; in sehr starkem Umfang aber auch von der Jahreswitterung. Daneben entscheidet die Pflegearbeit des Winzers, die Wahl des Lesezeitpunktes und das Geschick des Kellermeisters über die Weinqualität.

Müller-ThurgauMüller-Thurgau (Zweitname: Rivaner)
Die Weißweinsorte Müller-Thurgau blickt nicht wie die meisten anderen Rebsorten auf eine jahrhundertelange Tradition zurück. Sie wurde 1882 an der damaligen königlich-preußischen Weinbauanstalt in Geisenheim am Rhein durch Kreuzungszüchtung geschaffen.

Weißer BurgunderWeißer Burgunder
Der Name verrät auch hier die ursprüngliche Herkunft der Sorte. In Burgund wird sie als "Pinot blanc" bezeichnet. Die Beeren verfärben bei beginnender Reifung grüngelb und später goldgelb.

Das Klima des TunibergsDas Klima des Tunibergs
"Von der Sonne verwöhnt" - so lautet der Werbeslogan für Badischen Wein. Von der besonderen Gunst von Sonne und Wärme profitiert der Tuniberg in gleichem Maße wie der Kaiserstuhl.

Grauer BurgunderGrauer Burgunder (Ruländer)
Der Graue Burgunder, alias Ruländer, ist mit dem Blauen Spätburgunder und dem Weißen Burgunder eng verwandt.
Am sommerlichen Laub lassen sich diese drei Sorten nicht unterscheiden. Unterscheidbar werden sie erst, wenn sich die Beeren bei beginnender Reifung verfärben. Es gilt also der biblische Satz: "An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen".

MuskatellerMuskateller
Der Muskateller mit seinen vielen Spielarten gehört zweifellos zu den ältesten Kulturreben. Bereits in der Antike haben ihn die Phönizier, Griechen und Römer geschätzt und verbreitet. Im Mittelalter wurde er von Dichtern und Sängern wegen seiner delikaten Weine gerühmt.

Der Tuniberg - Löss-Schichten auf KalkgesteinDer Tuniberg - Löss-Schichten auf Kalkgestein
Der Tuniberg besteht in seinem geologischen Unterbau aus dem gleichen Kalkgestein, das auch weiter südlich im schweizerischen Jura und am Schönberg zwischen Freiburg und Ebringen, dem historisch ältesten belegten Weinbauort Badens, zu finden ist.

Wein und GesundheitWein und Gesundheit
Der altgriechische Arzt Hippokrates, der als Begründer der wissenschaftlichen Medizin gilt, schrieb: "Der Wein ist ein Ding, in wunderbarer Weise für den Menschen geeignet, vorausgesetzt, dass er bei guter und schlechter Gesundheit sinnvoll und im rechten Maß verwendet wird, übereinstimmend mit der Verfassung der einzelnen Person".

Blauer SpätburgunderBlauer Spätburgunder
Die Rotweinsorte Blauer Spätburgunder stammt, wie der Name sagt, aus Burgund. Dort führt sie den Namen "Pinot noir". Sie ist seit der spätrömischen Zeit dokumentiert. Ihr Anbau wird für das 4. Jh. angenommen.

Aufbau, Kosten und Lebensdauer einer RebanlageAufbau, Kosten und Lebensdauer einer Rebanlage
Für die Neuanlage der Reben wird der Boden durch tiefes Pflügen (= Rigolen) oder durch tiefes Lockern vorbereitet. Ab Ende April bis spätestens Anfang Juni werden die Setzlinge gepflanzt. Der Reihenabstand beträgt meist 1,8 - 2 m, der Abstand in den Reihen 1,1 - 1,3 m.
Für einen Hektar benötigt man etwa 4.200 Pfropf-reben-Setzlinge.

Geologisches FensterDas gleiche hier vorhandene Felsengestein befindet sich im ganzen Gebirgsstock Tuniberg unter dem Lößmantel.

Formation: Jura, im speziellen - Braunjura - auch Dogger genannt - Kalkgestein - .

Die schichtweise Anordnung des Gesteins - gebankte Kalke - entstand, als hier noch ein Süßwassermeer war, vor etwa 100 Millionen Jahren durch schichtweise Ablagerungen der im Wasser gelösten Stoffe.

Diese Ablagerungen wurden zum hier sichtbaren Juragestein.

Über dem "Dogger-Felsen" ist der Löß sichtbar, welcher nach neueren Erkenntnissen aus den westlichen Kalkalpen hier angeweht wurde.

Geologisch vergleichbar hiermit ist der "Isteiner Klotz" und der "Nimberg".